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Stiftung Warentest: Juke Musik ist bester Anbieter von Musik-Streaming

Für seine aktuelle Ausgabe hat die Stiftung Warentest 11 Musikstreamingdienste getestet und ist dabei zu einem überraschenden Ergebnis gekommen. Untersucht wurden bei allen Anbietern das Repertoire, die Tonqualität, der Service und die Bedienung. Auch das Datensendeverhalten und die AGB wurden geprüft und flossen in die Bewertung mit ein. Testsieger ist der Streamingdienst Juke Musik, der von der Media-Saturn-Gruppe angeboten wird.

Alle Dienste haben eine enorme Musikauswahl von bis zu 40 Millionen Songs in allen Genres, von den aktuellen Charts bis zu Jazz und Klassik. Das Angebot ist aber nirgends zu 100% komplett. Immer wieder fehlen einzelne Songs oder Alben, was daran liegt, dass einige Künstler ihre Musik generell nicht über Streamingdienste anbieten oder nur Exklusivverträge mit einzelnen Diensten abschließen. Die größten Lücken findet man laut Stiftung Warentest bei Amazon Prime Music, vor allem bei den aktuellen Charts, Klassik und Dance. Amazon bietet nur 1 Million Titel an und damit deutlich weniger als alle anderen. Dafür ist Amazon mit 49,- Euro Jahresgebühr auch der günstigste Anbieter. Alle anderen kosten monatlich zwischen 8,- und 10,- Euro.

Getestet wurde auch die Hörqualität der Musik und mit dem Klang von CDs verglichen. Dabei wurden so gut wie keine Unterschiede festgestellt, alle Anbieter übertragen die Musik in sehr guter Qualität. Selbst in der niedrigsten Qualitätsstufe dürfte der Unterschied zur CD für die meisten Nutzer kaum wahrnehmbar sein. Bei dieser Gelegenheit wurde auch untersucht, wie groß das Datenvolumen beim Streaming ist. Am Beispiel eines Albums wurden deutliche Unterschiede festgestellt. Am niedrigsten war das Volumen bei Napster mit 26 MB für das gesamte Album, am höchsten bei Qobuz Music mit 130 MB für dasselbe Album. Gerade für Nutzer mit begrenzten Datenvolumen könnte diese Information wichtig sein.

Natürlich hat die Stfitung Warentest auch das Kleingedruckte in den AGB und den Datenschutzerklärungen geprüft und kritische Mängel bei Amazon Prime, Apple Music und Spotify gefunden, was zu Abwertungen in der Gesamtnote geführt hat. Am besten schnitten hier Juke Mssik und Aldi life Musik ab. Auch das Datensendeverhalten wurde protokolliert und analysiert, wobei deutliche Mängel beim Anbieter Qobuz festgestellt wurden, der Nutzernamen und Passwörter seiner Kunden unverschlüsselt überträgt. Den gesamten Testbericht finden Sie auf der Webseite der Stiftung Warentest.